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Haftungsausschluss

Haftungsausschluss

Automatisierte Bildforensik hat reale Grenzen. Wir möchten lieber, dass du sie kennst, als dass sie dich überraschen.

Zuletzt aktualisiert: 15. August 2026
Maßgeblich ist die englische Fassung dieses Dokuments. Übersetzungen dienen nur der Bequemlichkeit.

Fake Images Detector ist ein Werkzeug zur Entscheidungsunterstützung, kein Schiedsrichter über die Wahrheit. Sein Ergebnis ist ein indikatives forensisches Signal. Es ist kein Beweis, kein Sachverständigengutachten und kein zulässiges Beweismittel für Echtheit oder Manipulation.

1. Was der Wert tatsächlich bedeutet

Der Authentizitätswert ist eine gewichtete Zusammenfassung von vier heuristischen Messungen: Metadaten-Integrität, Rauschcharakter, Kompressionsverhalten und Verteilung des Fehlerniveaus. Er drückt aus, wie sehr ein Bild gemäß diesen vier Tests einer unveränderten Aufnahme ähnelt – mehr nicht.

Ein hoher Wert bedeutet, dass keine deutlichen Manipulationsartefakte gefunden wurden. Er bedeutet nicht, dass das Bild echt ist. Ein niedriger Wert bedeutet, dass Artefakte gefunden wurden, die zu Bearbeitung oder Generierung passen. Er bedeutet nicht, dass das Bild gefälscht ist.

2. Bekannte Ursachen für Falsch-Positive

Eine echte Fotografie kann schlecht abschneiden, wenn sie:

  • in einem beliebigen Editor exportiert, beschnitten oder skaliert wurde, auch in Galerie-Apps auf dem Telefon.
  • mehrfach neu gespeichert oder von einer Plattform heruntergeladen wurde, die Uploads neu komprimiert.
  • mit aggressiver computergestützter Fotografie aufgenommen wurde – moderne HDR-, Nacht- und Porträtmodi wenden starke kamerainterne Verarbeitung an.
  • aus legitimen redaktionellen Gründen farbkorrigiert, entrauscht, geschärft oder gefiltert wurde.
  • als Screenshot aufgenommen oder zwischen Formaten konvertiert wurde, etwa von PNG zu JPG.

3. Bekannte Ursachen für Falsch-Negative

Ein manipuliertes oder generiertes Bild kann gut abschneiden, wenn es:

  • durch Screenshot, Neucodierung oder Social-Media-Upload „gewaschen“ wurde, wodurch die von uns gemessenen Artefakte zerstört werden.
  • von einem Modell erzeugt wurde, dessen Artefaktsignatur noch nicht charakterisiert ist.
  • so geringfügig bearbeitet wurde – ein entfernter Makel, eine kleine Klonung –, dass die Änderung im Maßstab des Gesamtbildes statistisch unsichtbar ist.
  • gezielt mit Rauscheinspeisung oder Neukompression nachbearbeitet wurde, um forensische Analyse zu unterlaufen.

Adversariale Umgehung ist ein reales und aktives Feld. Wer motiviert ist, automatisierte Erkennung zu unterlaufen, schafft das häufig.

4. Kein Ersatz für Verifikation

Forensische Signale sind nur eine von mehreren Eingangsgrößen. Verantwortungsvolle Verifikation umfasst außerdem die Klärung von Herkunft und Beweiskette, umgekehrte Bildsuche, Prüfung der Originaldateien und Kameradaten, Bestätigung durch unabhängige Quellen und – wenn die Tragweite es rechtfertigt – die Beauftragung eines qualifizierten forensischen Sachverständigen.

5. Keine fachliche Beratung

Nichts, was der Dienst erzeugt, stellt eine rechtliche, journalistische, ermittlerische, versicherungsbezogene, medizinische oder sonstige fachliche Beratung dar. Ergebnisse dürfen nicht die alleinige Grundlage dafür sein, einen Vorwurf zu veröffentlichen, einen Anspruch abzulehnen, eine Person zu sanktionieren oder zu entlassen, ein Verfahren einzuleiten oder zu verteidigen oder eine sonstige folgenreiche Entscheidung zu treffen.

6. Berichte sind informativ

Der herunterladbare Bericht ist eine praktische Aufzeichnung dessen, was das Werkzeug zu einem bestimmten Zeitpunkt in deinem Browser berechnet hat. Er ist kein Zertifikat, weder beglaubigt noch signiert, führt keine Beweiskette und darf nicht als beglaubigtes Beweismittel vorgelegt werden.

7. Ergebnisse können sich ändern

Erkennungsheuristiken werden verfeinert, während sich Manipulationstechniken weiterentwickeln. Dasselbe Bild kann zu verschiedenen Zeiten, in verschiedenen Browsern oder bei verschiedenen Auflösungen unterschiedliche Werte ergeben. Behandle jeden einzelnen Durchlauf als Momentaufnahme und nicht als feststehende Tatsache über die Datei.

8. Keine Gewährleistung und keine Haftung

Der Dienst wird „wie besehen“ bereitgestellt, ohne Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Eignung für einen bestimmten Zweck. Soweit gesetzlich zulässig, übernehmen wir keine Haftung für Verluste, Schäden, Reputationsschäden oder nachteilige Folgen, die aus dem Vertrauen auf sein Ergebnis entstehen. Die Verwendung der Ergebnisse erfolgt vollständig auf dein eigenes Risiko.

9. Deine Verantwortung

Du bist dafür verantwortlich, zur Analyse jedes verarbeiteten Bildes berechtigt zu sein, die Ergebnisse fachkundig und im Kontext zu deuten und für jede Entscheidung, Veröffentlichung oder Beschuldigung einzustehen, die du darauf stützt.

10. Fragen

Wenn ein Ergebnis eindeutig falsch wirkt – ein nachweislich echtes Bild mit niedrigem Wert oder eine offensichtliche Fälschung mit hohem Wert –, möchten wir das wirklich erfahren. Sag es uns bitte: Solche Meldungen sind der Weg, auf dem sich die Heuristiken verbessern.

Fragen zu all dem?

Wir erklären es dir lieber, als dich raten zu lassen. Schreib uns, ein Mensch antwortet.